Sinarian Wicca

about Wicca

Oft werde ich nun gefragt, was Wicca genau sei. Meistens verweise ich auf die Erklärung von Wikipedia, doch nun möchte ich mit persönlichen Worten beschreiben, was Wicca ist, bzw. für mich bedeutet.

Im Wicca werden Elemente verschiedenster Religionen vermischt (synkretistisch) und zu etwas Neuem geformt. Wicca rechnet man dem Neuheidentum zu. Die einzelnen Richtungen im Wicca nennt man “Traditionen”; vergleichbar mit katholisch/orthodox/evangelisch etc. Einzelne Gruppen nennt man noch Coven, Zirkel oder Kreis.

Der kleinste gemeinsame Nenner jeder Tradition ist der feste Glaube an ein allmächtiges Götterpaar bestehend aus Göttin (symoblisiert durch den Mond) und Gott (symoblisiert durch die Sonne), die gleichberechtigt zueinander stehen. Jede Tradition hat einen anderen Namen für Gott und Göttin, meistens angelehnt an eine antike Religion. Weiters feiern alle Traditionen acht vom keltischen Kalender inspirierte Jahreszeitfeste; messen dem Vollmond eine wichtige Bedeutung zu und leben nach dem Grundsatz “Tue was du willst solange du niemanden schadest”. Ich möchte noch explizit hinzufügen, dass mit “niemandem schaden” auch unsere Umwelt gemeint ist, die im Wicca eine wichtige Rolle spielt, denn immerhin leben wir in Symbiose mit ihr, jedoch wird dies oft vergessen.

Warum möchte ich nun einen Blog über “Sinarian-Wicca” betreiben und was ist “Sinarian-Wicca” überhaupt? Der Name ist eine meiner Eigenkreationen um Wicca weiterzuentwickeln ohne mit bestehenden Traditionen in Konflikt über Glaubensinhalte zu geraten. Für die Glaubensinhalte, Mythologien und Ritualen habe ich mir Kulturen und Religionen auf der ganzen Welt genauer angesehen und jeweils die stimmigsten Inhalte übernommen um damit ein neues Wicca zu schaffen. Wenn ich gefragt werde welche Kulturen mich am Meisten inspirieren, dann sind das sowohl die Kelten als auch die Sumerer.

Es existieren  viele Göttinnen und Götter. Am häufigsten werden im Sinarian Wicca Inanna als  Göttin und Cernunnos als Gott verehrt, jedoch spielen auch Isis, Noreia, Freya, Astarte, Epona und Artemis bzw. Herne, Osiris, Horus, Tammuz, Lugh und Belenos, sowie weitere eine Rolle.  Jede Göttin und jeder Gott hat eine eigene Persönlichkeit, ist individuell und bieten uns einzigartige Erfahrungen, wenn wir den Kontakt zu ihnen suchen. Alle Göttinnen verkörpen die reine, heilige weibliche Energie und alle Götter die reine, heilige männliche Energie. 

Um auf die von mir erwähnten acht Jahreszeitfeste zurückzukommen – diese sind:

  • Samhain   (Anfang November)
  • Jul   (Wintersonnenwende)
  • Imbolc   (Anfang Februar)
  • Ostara   (Frühjahrtagundnachtgleiche)
  • Beltane   (Anfang Mai)
  • Litha   (Sommersonnenwende)
  • Lughnasadh   (Anfang August)
  • Mabon   (Herbsttagundnachtgleiche)

Genauere Informationen dazu findet ihr auch auf der Hauptseite meines Blogs.

Wicca ist einer von vielen Pfaden das göttliche zu erfahren, jedoch einer der geheimnisvollsten, in dem man nicht umhin kommt, sich intensiv mit sich selbst und seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Da viele Rituale sehr persönlich sind bzw. starke Gefühle auslösen können, bevorzugen Wicca großteils abseits der Öffentlichkeit zu Feiern. Jedoch gibt es auch Feste an denen Menschen, die nicht dem Coven oder der Tradition angehören, teilnehmen können. Zu Festen wird fast immer Ritualkleidung getragen. Damit können wir bewusster den Alltag hinter uns lassen und eine andere Welt betreten. Für Rituale werden verschiedenste Gegenstände regelmäßig verwendet, dazu zählen das Athame (ein Zeremonialdolch), der Kelch, das Pentakel und weitere Utensilien. Diese sind sozusagen die Grundausrüstung eines jeden Wicca-Anhängers.

Gemeinsam mit anderen die mich unterstützen möchte ich Wicca weiterentwickeln, den Menschen näher bringen und es leichter zugänglich machen als bisher. Mein mittelfristiges Ziel ist die offizielle Anerkennung  als Bekenntnisgemeinschaft in Österreich und die Gründung eines Wicca Tempels in Wien. Ich lade euch ein, gemeinsam mit mir die Mysterien der Götter näher zu erkunden.